Auf nach Portugal.
In den Norden.
Dorthin, wo wir uns längst ein kleines Stück zuhause fühlen. Zu Menschen, die wir nicht nur als Partner schätzen, sondern die über die Jahre zu echten Freunden geworden sind.
Schon bei der Ankunft am Flughafen in Porto wurden wir von typisch nordportugiesischem Wetter empfangen – ein kurzer Regenschauer, rau und ehrlich, wie diese Region selbst. Doch genau das lieben wir hier so sehr: Dieses Unperfekte, Echte und Lebendige. Und spätestens, als sich zwischen den Wolken die ersten Sonnenstrahlen zeigten, wussten wir wieder, warum wir immer so gerne zurückkommen.


Also schnell den Mietwagen organisiert und weiter Richtung Norden nach Afife.
Afife ist eine kleine, wunderschöne Gemeinde nahe Viana do Castelo, nur wenige Kilometer von der spanischen Grenze entfernt. Bekannt für ihre weiten Strände, die beeindruckende Praia de Afife und den wilden Atlantik, strahlt dieser Ort eine Ruhe aus, die man kaum beschreiben kann. Hier treffen grüne Hügel auf raue Küsten, salzige Meeresluft auf warme Sonnenuntergänge.
Surfer, Familien, Wanderer und Naturliebhaber finden hier genau das, wonach man sich manchmal im hektischen Alltag sehnt: Ruhe, Freiheit und Weite.
Oder – wie in unserem Fall – die perfekten Wege, um den Kopf freizubekommen, Sonnenuntergänge anzuschauen oder wie Holger morgens joggend den Strand zu erkunden und instinktiv mit guten Motivideen zurückkam und uns aufforderte ihm das ein oder andere mal zu folgen.

Und genau hier lag unsere kleine Base für die kommenden Tage ;-)
Unser Ziel dieser Reise war es, unsere wichtigsten Produktionspartner in Portugal zu besuchen und dabei besondere Momente in Bildern und kleinen Filmen festzuhalten. Es ging uns nicht nur darum, Arbeitsschritte zu dokumentieren, sondern vor allem darum, die Menschen dahinter zu zeigen. Die Leidenschaft. Die Präzision. Das Herzblut.

Oliver, der seit über 30 Jahren in Portugal lebt und die Produktion für PG3 mitführt, hat uns dabei begleitet und die nächsten Tage mit uns geplant. Dank ihm konnten wir nicht nur tief in die Produktionsabläufe eintauchen, sondern gleichzeitig auch die einzigartige Landschaft und Kultur des Nordens erleben. Und genau diese Mischung macht Portugal für uns so besonders.
In den Produktionsstätten ging es um Stoffauswahl, Verarbeitung, Bedruckung, Zuschnitte und selbst kleinste Details in der Veredelung. Jeder Schritt zählt. Alles muss stimmen, bevor ein fertiges Produkt überhaupt auf den Weg zu Euch gehen darf.
Es sind unzählige Handgriffe, Gespräche und Entscheidungen, die man später im fertigen Produkt vielleicht gar nicht mehr sieht – aber genau darin steckt die Qualität und die Liebe zum Detail.
Von diesen Eindrücken erzählen wir Euch aber lieber bald in bewegten Bildern und vielen Fotos. Denn manches muss man einfach sehen und fühlen.
Natürlich wollten wir neben der Arbeit auch ein wenig die Umgebung genießen und Euch mitnehmen in diese besondere Ecke Portugals.
Mittwochabend angekommen, ging es erst einmal einkaufen. Was uns immer wieder überrascht: Viele Geschäfte haben hier bis 22 Uhr geöffnet – selbst am 1. Mai konnten wir noch frisches Gemüse, Obst und alles für die nächsten Tage besorgen. So unkompliziert, so entspannt.
Unser Haus lag oberhalb des alten Dorfzentrums von Afife, eingebettet zwischen grünen Hügeln, mit Blick auf den Atlantik und die Wälder der umliegenden Berge. Morgens hörte man die Vögel, abends das Meer und den Wind.
Ein Ort, der sofort entschleunigt.
Perfekt zum Planen, Austauschen, Genießen – und manchmal einfach nur zum Stillsein.
Nach einer kurzen Pause zog es uns direkt hinaus in die Natur. Durch kleine verwunschene Wege und bewaldete Hügel liefen wir einfach los, atmeten tief durch und ließen den Alltag hinter uns. Diese kleinen Pfade, das Licht zwischen den Bäumen und die frische Luft machten sofort etwas mit uns.

Eigentlich wollten wir danach noch an den Strand. Doch wie das manchmal so ist, blieben wir spontan in einem feinen Restaurant hängen, beobachteten den Sonnenuntergang und genossen den Moment. Unser erster Abend im Romeu Dinis & Juliete überzeugt voll und ganz.
Dazu hatte sich der Regen längst verzogen und die Abendsonne tauchte alles in dieses goldene Licht, das Portugal so besonders macht.

Und das Essen?
Was sollen wir sagen: unglaublich lecker. Frisch, ehrlich und mit dieser portugiesischen Herzlichkeit serviert, die man nicht erklären kann – man muss sie erleben.
Die nächsten Tage wurden intensiv.
Früh morgens ging es los in die Produktionen: Gespräche führen, filmen, fotografieren, Prozesse begleiten und gleichzeitig immer wieder neue Orte entdecken.
Braga war dabei einer unserer liebsten Stopps. Als drittgrößte Stadt Portugals verbindet sie auf wunderschöne Weise Geschichte und modernes Leben. Die Stadt wirkt lebendig, aber niemals hektisch. Überall entdeckt man kleine Cafés, liebevoll restaurierte Steinhäuser, ruhige Plätze und beeindruckende Architektur.
Was uns besonders auffiel: Trotz ihrer Schönheit wirkt Braga nicht überlaufen. Alles fühlt sich authentisch an. Echte Menschen, echte Orte, echtes Leben.

Ein echtes Highlight war dabei das „Janes“, einer der schönsten Concept Stores, die wir bisher gesehen haben. Internationale Mode trifft hier auf lokale Designer, moderne Ästhetik auf traditionelle Materialien. Ein Ort voller Inspiration und Liebe zum Detail – genau die Art von Orten, die man zufällig entdeckt und nie wieder vergisst.
Weiter ging es durch die kleinen Gassen der Stadt, vorbei am alten, blau gekachelten Krankenhaus bis hin zu einem Restaurant (O Filho da Mae) das uns Oli empfohlen hatte. Portugiesische Küche, ein Glas Weißwein und gute Gespräche – manchmal braucht es gar nicht mehr.
Danke an den Koch, wir kommen wieder.
Später führte uns die Reise weiter nach Viana do Castelo, einer alten Seefahrerstadt mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Über Jahrhunderte brachen von hier aus Fischer und Seefahrer nach Neufundland auf, um Kabeljau – den berühmten Bacalhau – zurück nach Portugal zu bringen.
Diese Geschichte spürt man bis heute. Der Atlantik prägt die Stadt. Das Licht, der Wind, die Menschen. Alles wirkt ein wenig rauer, ehrlicher und gleichzeitig unglaublich schön.
Hoch über der Stadt thront die Basilika Santa Luzia. Von dort oben hat man einen Blick, den man wahrscheinlich nie vergisst: den Atlantik, den Fluss, die Dächer der Stadt und diese endlose Weite des Nordens. Und genau dort durften wir einen dieser perfekten Sonnenuntergänge erleben, die einen für einen Moment einfach still werden lassen.

Von dort aus ging es weiter Richtung Esposende – ein kleiner Atlantikort und ein Paradies für Surfer. Dort waren wir bei Surfschule ElementsFish perfekt aufgehoben, nach einem langen Arbeitstag gemeinsam surfen zu gehen. Und Leo der Surflehrer konnte uns schnell mit den Geheimnissen des Atlantiks und des Surfboards vertraut machen. Anna war so flink, dass sie schnell vom Weißwasser auch grüne Wellen reiten konnten. Ein gutes Auge und Ausdauer, genau wie bei Ihrer Arbeit als Artdirectorin. Immerhin hat sie auch das PG3 Logo kreiert und gehört seit Beginn zum engen Kern von PG3. Mit Freude haben wir sie schon ein wenig bewundert. Aber auch wir standen ganz gut und machten nach Aussage von Leo eine sehr gute Figur. Na also.
Und ja: Es war anstrengend. Sehr sogar. Aber gleichzeitig unglaublich befreiend. Zusammen lachen, ins Wasser fallen, wieder aufstehen und irgendwann tatsächlich die erste Welle erwischen – genau solche Momente bleiben hängen.
Es war nicht nur ein toller Ausgleich zur Arbeit, sondern auch echtes Teamgefühl.
Müde, glücklich und mit salziger Haut ging es am Abend zurück nach Hause. Und am nächsten Morgen direkt weiter Richtung Norden, bis fast an die spanische Grenze.

Wir folgten der Küste, entdeckten kleine Orte, hielten spontan an Aussichtspunkten und fuhren über Ponte de Lima bis nach Valencia. Der Grenzfluss Minho trennt hier Portugal und Spanien – und gleichzeitig verbindet er diese besondere Landschaft voller Ruhe und Ursprünglichkeit.
Diese Region gehört für uns zu den schönsten und gleichzeitig unterschätztesten Orten Portugals. Vielleicht, weil das Wetter hier manchmal unberechenbar ist. Vielleicht auch, weil der Norden rauer ist als der Süden. Aber genau das macht ihn so besonders.
Das Wetter wechselt schnell, der Atlantik bestimmt den Rhythmus und man lernt schnell: Hier sollte man immer einen Pulli, Hoodie und Sweater oder aber auch gerne mal eine Regenjacke dabeihaben.

Der Norden Portugals ist nicht geschniegelt oder geschniegelt schön. Er ist wild, grün, windig, herzlich, sandig, stürmisch und ehrlich. Und genau deshalb lieben wir ihn.
Ein ganz besonderer Moment erwartete uns in Moledo. Eigentlich wollten wir dort nur kurz anhalten und ein paar Fotos machen. Doch dann wurden wir von einem Brasilianer vor seinem kleinen Restaurant so herzlich angesprochen, dass daraus plötzlich ein langer Mittag wurde.
Genau solche Begegnungen machen Reisen unvergesslich.
Und dann gab es noch diesen einen Ort – ein winziges Restaurant, eigentlich mehr Wohnküche als Restaurant. Kein Platz mehr frei, aber für einen Kaffee vor der Tür reicht es immer. Also in diesen herzlichen Ort im Nexperience LD möchten wir unbedingt noch erleben. Denn genau diese bisher unerfüllten Mommente schaffen Platz für Träume und zum späteren Erfüllen.

Und genau dort entstand DAS Bild dieser Reise.
Mehr verraten wir noch nicht ;-)
Nur so viel: Es zeigt genau das, was PG3 für uns bedeutet. Die Verbindung zwischen Natur und Klarheit. Zwischen Kraft und Ruhe. Zwischen rauem Atlantik und schützenden Strukturen. Modern und gleichzeitig tief verbunden mit der Natur.
Ihr dürft gespannt sein.
Wir könnten noch so viel erzählen und hoffen sehr, dass Euch unsere kleine Reise bis hierhin gefallen hat.
Beendet haben wir sie an einem der höchsten Punkte der Region – bei der beeindruckenden Metallskulptur des Hirschen „Cervo“. Von dort blickt man über den Minho, die Berge, den Atlantik und gleichzeitig über Portugal und Spanien.
Ein stiller, fast magischer Ort zum Abschluss dieser besonderen Tage.
Mit einem letzten Glas Wein in einem kleinen Lokal in Vila Nova de Cerveira ließen wir die Reise ausklingen. Unscheinbar, herzlich, entspannt und so authentisch, dass wir sicher wiederkommen werden.
Danke an Oliver für die Herzlichkeit, die Zeit und all die besonderen Momente.
Danke an unsere Partner und Freunde vor Ort.
Und danke an Euch, die PG3 begleiten und mit Leben füllen.
Danke Portugal.
Eure Petra, Anna und Holger
und das ganze Team zuhause und natürlich auch von Oli aus Portugal
PS: Hier unsere 3 Lieblingsteile die wir in Portugal am meisten und am liebsten getragen haben: Petras Favourite, Holgers Allrounder & Annas Wohlfühlteil
